Die BILD Lidl Connection

27. März 2008 | Von | Kategorie: Seilschaften, Top Themen, Unterschlagen

Die BILD Lidl Connection

Die „Zeitung des kleinen Mannes“ scheint sich mal wieder alle Ehre zu machen. Im Normalfall sollte eine Zeitung in Deutschland unverfangen und frei von wirtschaftlichen Interessen berichten können. Zumindest sollte man das als Bürger denken. Jetzt denken wir noch mal scharf nach und überlegen, welche deutsche Tageszeitungen beim BigBrother-Discounter Lidl verkauft wird! Und? Richtig! Das BILD Reklameheft Die BILD-Zeitung.

Die deutsche Presse berichtete gestern und heute heftigst über den Mitarbeiter-Überwachungsskandal bei Lidl. Alle? Nein, nicht alle. Denn die BILD-Zeitung scheint es wie so oft „nicht mitbekommen“ zu haben, dass es bei Lidl einen „Überwachungs Skandal“ gegeben hat. Jaaa, die BILD hätte sooo schön über dieses Thema berichten können! Aber sie tut es nicht. Warum? Anscheinend reicht die Tatsache, dass das Reklameheft die BILD-Zeitung exklusiv bei Lidl verkauft wird. Da wird anscheinend lieber eine Nachricht für „den kleinen Mann“ weggelassen, nur um eine Geschäftsbeziehung der BILD-zeitung (Axel Springer Verlag) nicht zu gefährden.

Aber irgendwie ist das ja auch nicht verwunderlich, da es die BILD-Zeitung auch nicht allzu ernst mit einigen Grundgesetzen in unserem Staat hält. Allerdings kann man sich auch gerne mal ausmalen, was die BILD dann noch so an Nachrichten ein- oder ausblendet, nur um die Auflage nicht zu gefährden. So viel zum Thema BILD Reklameheft BILD-Zeitung.



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6 Kommentare
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  1. […] ihrem Gspusi “Bild”, also mit jener Zeitung, die komischer Weise nicht über die Überwachung der Lidl-Mitarbeiter berichtete. Für relativ günstige 70 Euro. Dafür ist man dann an Bild gekoppelt: Wenn […]

  2. bitte genauer recherchieren!

    http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/03/26/lidl-spioniert/mitarbeiter-aus.html

  3. Na so verkehrt war das nicht. Zu dem Zeitpunkt, als alle Zeitungen von dem „LIDL Skandal“ auf Seite eins als Top Aufmacher berichteten, hat die BILD dies auf der Titelseite überhaupt nicht erwähnt. Der Artikel in der BILD erschien dann recht klein auf einer der hinteren Seiten. Das ist auch eine gewisse Art von Ausblendung der Warheit.

  4. Achso: Dass die Entschuldigung von LIDL bei der BILD wieder entsprechend viel Platz bekam, passt im übrigen genau in das Verhaltensmuster von BILD. Bei der Imagewiedeherstellung hilft man Partnern doch selbstverständlich!

  5. […] Der echte Revolverjournalist hat ja keinen Revolver bei sich, sondern eine Kamera. In einer bundesweit einmaligen Ausbildungsaktion zum Schmierenjournalisten will die Bild-Zeitung ab dem 4. Dezember eine sogenannte “Leserreporter-Kamera” über den Discounter Lidl verkaufen. Wie bei jeder unordentlichen Drückerkolonne muss man natürlich zahlen, wenn man dabei sein will: 69,- Euro sind zu berappen, um sich in das Gefühl einzukaufen, Mitglied der Kleistertruppe vom Springerverlag zu sein. Schließt man die Kamera an den PC an, startet eine Anwendung, mit der der angehende Sensationsreporter sein Material zum Onlineportal von “Bild” hochladen kann. Für den Bundesvorsitzenden des Deutschen Journalistenverbands ist das ein Aufruf, “Grenzen zu überschreiten … Viele werden unter Missachtung aller Persönlichkeitsrechte versuchen, Prominenten aufzulauern.” auch der Berliner Medienanwalt Christian Schertz sieht einen “Aufruf zu massenweisen Rechtsbruch”. Pikant an dieser Bild-Lidl-Connection: Es war just die Discounter-Kette Lidl, die im März 2008 unangenehm aufgefallen ist, weil sie rechtswidrig ihre Mitarbeiter per Videokamera hat überwachen lassen. Welche Zeitung hat damals nicht über den Lidl-Überwachungs-Skandal berichtet? Richtig: Die Bildzeitung. […]

  6. Man erkennt mal wieder wie niveaulos die Bild ist, ich glaube die würden sogar noch viel mehr unter den Teppich kehren, wenn es notwendig wäre.

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